Was ist White Label?
White Label bezeichnet den Prozess der Herstellung generischer Produkte, die unter mehreren Markennamen verkauft werden. White-Label-Produkte können unterschiedliche Logos, Markenauftritte, Verpackungen und sogar unterschiedliche Preise haben, aber die grundlegende Konstruktion ist identisch. White-Label-Produkte werden über verschiedene Kanäle vertrieben, darunter Einzelhandelsgeschäfte, E-Commerce-Plattformen und Direct-to-Consumer-Modelle. Sie helfen Marken, vielfältige Kundensegmente zu erreichen, ohne umfangreiche Vertriebsnetzwerke aufbauen zu müssen. White-Label-Hersteller bieten möglicherweise begrenzte Produktanpassungsoptionen an, wie das Anbringen eines Markenlogos oder einer Grafik auf der Außenseite eines Produkts. Sie können Einzelhändlern auch Rabatte für Großbestellungen anbieten. Andere White-Label-Dienste, wie Print-on-Demand-Unternehmen, versenden Produkte nach dem Kauf direkt an die Verbraucher.

Was ist ein White-Label-Produkt?
White-Label-Produkte werden von Einzelhändlern unter ihrer eigenen Marke und ihrem eigenen Logo verkauft, aber die Produkte selbst werden von einem Drittanbieter hergestellt. White Labeling liegt vor, wenn der Hersteller eines Artikels das vom Käufer oder Vermarkter gewünschte Branding anstelle seines eigenen verwendet. Das Endprodukt erscheint so, als wäre es vom Käufer hergestellt worden.
Wer verwendet White-Label-Produkte?
Zahlreiche Unternehmen aus verschiedenen Branchen nutzen White-Label-Produkte, um ihr Angebot schnell und kosteneffizient zu erweitern. So können sie in unterschiedlichen Märkten konkurrieren, ohne erhebliche Investitionen in Produktentwicklung oder Fertigung tätigen zu müssen. White Labeling ist branchenübergreifend verbreitet, weil es effizient ist. Es ist besonders beliebt in Sektoren, in denen die Herstellung komplex ist, sowie in Märkten, in denen Markenbildung und Marketing die Kaufentscheidungen der Verbraucher bestimmen.
Was ist ein Beispiel für eine White-Label-Marke?
Ein Beispiel für eine White-Label-Marke ist ein Eigenmarkenprodukt wie "365 Everyday Value" von Whole Foods Market. Diese Produkte tragen den Namen des Einzelhändlers und sind in der Regel günstiger als Produkte anderer großer Marken. Dies ist wichtig zu verstehen, wenn man White Label mit Private Label vergleicht. Der Begriff White Label bezieht sich auf generische Produktartikel, die unter größeren Namen verkauft werden.
White-Label-Vorteile
White-Label-Branding bietet Vorteile für Hersteller und Verkäufer. Jeder kann sich auf seinen Spezialisierungsbereich konzentrieren (Produktherstellung, Produktvermarktung) und die Expertise des anderen nutzen. Zu den wichtigsten Vorteilen des White-Label-Geschäftsmodells gehören: Niedrige Einstiegshürden. Verkäufer können neue Märkte erschließen, ohne die Feinheiten der Herstellung eines Nischenprodukts kennen zu müssen.
Geringere Stückkosten. Ein White-Label-Hersteller kann die Stückkosten durch große Produktionsläufe senken und in Chargen an viele Einzelhändler verkaufen.
Erhöhte Produktattraktivität. Während ein generisches Produkt gut funktionieren mag, kann die Markenbildung den wahrgenommenen Wert steigern.
Konsistente Qualitätskontrolle: White-Label-Hersteller verfügen oft über etablierte Qualitätssicherungsprozesse, die eine gleichbleibende Produktqualität über verschiedene Marken hinweg gewährleisten.
Marktanpassungsfähigkeit: White Labeling ermöglicht es Unternehmen, schnell auf Verbrauchertrends und sich ändernde wirtschaftliche Bedingungen zu reagieren und von distributiven Skaleneffekten zu profitieren.
White Label vs. Private Label
Beim Vergleich von White Label und Private Label ist zu beachten, dass Private Labeling sich vom White Labeling unterscheidet. Private Labeling bedeutet, dass eine Produktlinie exklusiv über einen Einzelhändler verkauft wird, wie z. B. AmazonBasics. White Labeling ist der Prozess, ein generisches Produkt an mehrere Einzelhändler zu verkaufen, die das Produkt für ihren Zielmarkt mit einer eigenen Marke versehen und bepreisen.
Gemeinsamkeiten
Im Kern verwenden Private Labeling und White Labeling dasselbe Geschäftsmodell. Ein Dritthersteller fertigt einen Artikel für einen Einzelhändler, der ihn unter einer eigenen Marke an den Kunden verkauft. In den meisten Fällen liefert der Hersteller das Produkt mit dem Branding und den Anpassungen des Einzelhändlers aus, sodass sich die Einzelhändler auf Markenbildung, Marketing und die Pflege von Kundenbeziehungen konzentrieren können.
Unterschiede
Im Gegensatz zu White-Label-Produkten, die sich in der Regel nur durch das Branding unterscheiden, sind Private-Label-Produkte einzigartig und auf die Vorgaben des Händlers zugeschnitten. Ein Händler kann beispielsweise eine Zutatenliste für sein Hautpflegeprodukt oder Material- und Farbwünsche für ein Kleidungsstück einreichen. Dieses zusätzliche Maß an Detailgenauigkeit macht Private-Label-Produkte unverwechselbar.
Können Sie ein White-Label-Geschäft von Grund auf starten?

Ja. Sie können problemlos White-Label-Produkte anderen Marken anbieten oder ein Unternehmen gründen, das von anderen Firmen hergestellte White-Label-Waren verkauft. Der Hauptvorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass er Ihnen Zeit gibt, Ihre eigene Produktion aufzubauen. Darüber hinaus entwickeln Sie im Gegensatz zum Dropshipping durch das Anbieten von White-Label-Waren Ihre eigene Marke. Außerdem haben Sie die Möglichkeit zu testen, welche Produkte in Bezug auf die Gewinne für Ihr Unternehmen gut funktionieren.